LYRIK
tier sein
wie die katzenpfote
vor dem ersten tropfen tau erzittert
gerade so ziehe auch ich meine hand
vor tagesbeginn zurück
suche verheissungen in baumschemen
und einem himmel
der hinter bunten siedlungen endet
immer bleibt dein museum nach nächten
vor mir verschlossen
aber meine hand greifst du
um in den tag zu stolpern
wie wünschte ich wir würden zusammen trost trinken
aus grossen warmen bechern
alles was an berührung bleibt
ist unser streifkuss
und meine hand an deiner hosentasche
die den einkaufszettel hinein schiebt
wie die katzen müsste man sein
taschenlos
feuchte erde unter den pfoten
verkatert krallte man sich die tage
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abstossen
wie ich es mir heute wünsche:
rote vogelfüsse
stosse ab
kopfüber in eine wolke
unten: himmel
oben: erde
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rückkehr
aus ihren füllhornträumen kugeln äpfel in den tag
sie wird ihrer fantasie wieder eine wohnung mieten müssen
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einigelung
wie ihn der november vorgibt
so einen nebel möchte ich mir stricken
mich darin unauffindbar verknäueln
gedanken teilvereisen
damit sie frisch bleiben
wenn es taut
meine beiden kinder will ich ganz
schliesse die läden
weltpalaver perlt vom hauslack
wenn ich nur auch dies zweite kind
starkgesund in die welt entlassen kann
man wird uns finden im milchstrom
ich möchte mir so einen nebel stricken
die hausklingel verzementieren
aus schaffell spielt dumpf dosenmusik
für meine nerven die gehen durch
rieselnden unfrieden
wachsende herzen unter meinem dichten dach
ich höre nichts als ihr schlagen
irgendwann
treten wir unter die schneeglocken
schieben vorhänge
rufen klaren auges
ist noch wer da
